Berge & Meer
Die Frucht aus der fernen Welt: Nahrung für die Fantasie
Die Psyche sei höher als die Berge und tiefer als das Meer. So sagen das die Psychologen. Es geht nicht nur um ein romantisches Modell. Es zeigen sich Kraft und Weite, Höhe und Tiefe. Bei der eigenen Nichtigkeit, die man am Amazonas, in den Alpen oder auf dem Meer erleben kann, scheint sich für einen Moment die Identität aufzulösen.
Der deutsche Philosoph Heidegger sagte: Im Sein des Seienden nichtet das Nichts. Der Betrachter erlebt in der Natur gegenüber Bergen oder der weiten See seine eigene “Unvollständigkeit”. Wenn man auf den Amazonas sieht, stößt man wegen der Undurchdringlichkeit des Waldes und der Weiten sogar an seine Grenze.
Diese Grenze des klaren Blicks ist die Linie, an der die Fantasie ihre Arbeit aufnimmt.
Die Acai-Beere wird zur “Geheimnisträgerin”. Sie ist eine Frucht aus einer fremden Welt, die selbst der Fantasie Nahrung gibt. In Werbeanzeigen wird sie mit Superkräften versehen. Doch das ist das gängige PR-Spiel mit der Fantasie.
Es sind die alten Kinderspiele, die in Erinnerung kommen. Jemand befreit einen einzigen Gedanken, ein anderer schnappt ihn sich, fantasiert dazu und gibt dieses größer werdende Paket an den Nächsten weiter. Die Gedanken sind frei. Das haben diese Spiele gezeigt.
Entschleunigung und Kreativität sind Grundlagen für Wellness – auch daheim. Zuweilen muß die Inspiration erst einmal geholt werden.



