Neue Trends im Gesundheitssport
Neue Trends im Gesundheitssport
Der Gesundheitssport unterliegt ständigen Änderungen. Galt doch eine zeitlang alles als Gesundheistssport, was im entferntesten mit Bewegung und Sport zu tun hat. Die sonderbarsten Formen des Sporttreibens mit allen möglichen Sportartikeln wurden daraufhin bei Krankenkassen angeboten oder durch dieselben gefördert. Mittlerweile hat sich der Gesundheitssport maßgebend verändert. Vielleicht aufgrund der gesetzlichen Veränderungen, wodurch die meisten Sportangebote nicht mehr als Präventionsangebote eingestuft sind. Vielleicht aber auch, weil die Protagonisten des Sports, hier sind v.a. die Funktionäre der Sportverbände, aber auch kommerzielle Anbieter, mittlerweile verstanden haben, das Forschungsergebnisse nicht zum Spaß auf den Markt kommen, sondern gerade von den sogenannten Praktikern auch gelesen werden sollten. Rahmenvorgaben, nach denen die Krankenkassen bezuschussen dürfen, haben dies mehr oder minder erzwungen.
Somit hat sich der Gesundheitssport vom reinen Fitnesssport weg zu einem zielgerichteten, auf die speziellen Zielgruppen ausgerichteten und nach ganz spezifischen Kriterien (Gruppengröße, Qualifikation, Standardisiert, Evaluiert) angebotenen präventionwirksamen Maßnahmen hin entwickelt. Der Deutsche Turnerbund voran bietet nun präventionsgeprüfte Programme wie “Cardio-Fit”, “Rücken-Fit”, “Appetit auf Bewegung”, “Feel Well Woman”, “Safari Turnkids” oder” Fit bis ins hohe Alter” an.
Auch der fitnessorientierte Gesundheitssport hat sich weiter entwickelt. Die reinen Step-Stunden werden von Core Training, Pilates Stunden, Functional Training oder Friction Training abgelöst. Diese Welle wird v.a. von der Sportartikel-Industrie gesteuert, die mit ständig neuen produkten und Ideen, meist aus USA, immer neue Bedürfnisse einer überwiegend weiblichen Klientel anbieten. Spannend sind die Inhalte allemal, auch wenn deren wissenschaftliche Wirksamkeit bei weitem nicht erwiesen sind. Aber das scheint die ambitionierte Frau von heute wenig zu interessieren, wichtiger scheinen da doch die Zeitzeugenberichte prominenter Größen aus Hollywood, die aus welchen Gründen auch immer ihren für den geschulten Blick abgemagerten Körper, der heutigen Traumfigur einer jeden Frau, auf Pilates oder Yoga oder sonst eine einzelne Trainingsform zurückführen, ohne dass diese Trainingsform aufgrund ihrer Komponenten überhaupt eine Reduktion des Körperfettanteils ermöglichen.
Wer also gesund Sport treiben möchte, sollte sich präventionsgeprüften Angeboten in den Turn- und Sportvereinen zuwenden. Da weiß man, was “drin ist”.
Wer also gesund Sport treiben möchte, sollte sich präventionsgeprüften Angeboten in den Turn- und Sportvereinen zuwenden. Oder sich auf den Heimtrainer setzen und ein paar Runden strampeln. Da weiß man wenigstens, was “drin ist”.




