Konservierungsstoffe nicht in der Acai Beere

Unsere Grosseltern waren bereits ziemlich professionell in der Erhaltung von Nährstoffen.
Lebensmittel verderben durch Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze. Konservierungsstoffe verzögern diesen Prozess. Durch Konservierungsstoffe kann die Gesundheit durchaus geschützt werden. Verdorbenes beinhaltet Giftstoffe.
Ganz ausgeschlossen werden kann das zum Beispiel auch nicht in Weckgläsern, die in vielen Haushalten als sicher gelten. Hier ergibt sich derzeit eine Tendenz, wieder stärker einzukochen und wie weiland Eingemachtes im Keller zu lagern.
Der Nachteil der Konservierungsstoffe: Damit sind Transporte um die ganze Welt möglich, die die Umwelt belasten. Keime kommen dennoch spät zur Wirkung, wenn sie bei der Verarbeitung in die Lebensmittel gelangt sein sollten.
Es ist nicht immer nötig auf alle Konservierungsstoffe hinzuweisen. Sie können bereits in Zutaten enthalten sein. Konservierungsstoffe befinden sich in Brot, Fruchtsäften, Limonaden, Backwaren. Ausnahmen bestätigen die Regel ebenso bei Joghurts, Salaten, Margarinen, Weinen oder Wurstwaren.
Als harmlose Konservierungsstoffe gelten Sorbinsäure und Ameisensäure. Sie tragen die Nummern E 210 bis E 203 oder E 236 bis 238.
Besonders bei Kindern lösen Konservierungsstoffe oft Allergien, Kopfschmerzen oder Durchfall aus. Verantwortlich dafür sind Konservierungsstoffe mit den Nummern E 210 bis E 233.
In Deutschland sind folgende Konservierungsstoffe zugelassen:
E 200 – Sorbinsäure
E 201 – Natriumsorbat
E 202 – Kaliumsorbat
E 203 – Calciumsorbat
E 210 – Benzoesäure
E 211 – Natriumbenzoat
E 212 – Kaliumbenzoat
E 213 – Kalziumbenzoat
E 214 – PHB-Ethylester
E 215 – PHB-Ethylester, Natriumsalz
E 216 – PHB-Propylester
E 217 – PHB-Propylester, Natriumsalz
E 218 – PHB-Methylester
E 219 – PHB-Methylester, Natriumsalz
E 220 – Schwefeldioxid
E 221 – Natriumsulfit
E 222 – Natriumhydrogensulfit
E 223 – Natriumdisulfit
E 224 – Kaliumdisulfit
E 226 – Kalziumdisulfit
E 227 – Kalziumhydrogensulfit
E 228 – Kaliumhydrogensulfit
E 230 – Biphenyl
E 231 – Orthophenylphenol
E 232 – Natriumorthophenylphenolat
E 233 – Thiabendazol
E 234 – Nisin
E 235 – Natamycin
E 236 – Ameisensäure
E 237 – Natriumformiat
E 238 – Kalziumformiat
E 239 – Hexamthylentetramin
E 242 – Dimethyldicarbonat
E 249 – Kaliumnitrit
E 250 – Natriumnitrit
E 251 – Natriumnitrat
E 252 – Kaliumnitrat
E 280 – Propionsäure
E 281 – Natriumpropionat
E 282 – Kalziumpropionat
E 283 – Kaliumpropionat
E 290 – Kohlendioxid
E 925 – Chlor
E 926 – Chlordioxid
Ist das Acai-Fruchtfleisch aus Brasilien okay?
Das Fruchtpüree kommt tiefgekühlt in Deutschland an. Die eingeschweißten Portionen sind 100 Gramm schwer. Man nennt sie Juice Pads. Stiele oder Kerne sind nicht enthalten. Sofort nach der Ernte wird die Acai-Beere gewaschen, geschält, entkernt, püriert und tiefgefroren. Also werden am Ende keine Konservierungsstoffe benötigt.
Vitamin C ist sehr empfindlich. Licht, Luft, Wasser und Wärme sind für das Vitamin C sehr schädlich. Auch die Lagerung kann zu einem deutlichen Abfall des Vitamin C-Gehaltes führen. Durch das sofortige Blanchieren und Einfrieren indessen wird der Vitaminverlust stark vermindert. Die luftdichte Verpackung schützt das Vitamin C bzw. die Ascorbinsäure außerdem.
Auch Pasteurisieren ist nicht nötig. Die Erhitzung würde Vitamine und andere Nährstoffe zerstören. So sind die Antioxidantien in den Juicy Pads enthalten. Im Gegensatz zu Fertigsäften haben Juicy Pads einen höheren Nährstoffgehalt, weil die Lagerung von Säften im Kühlregal zum schnelleren Abbau von Vitaminen und Enzymen führt.
Das gilt übrigens auch für den Kühlschrank: Je länger Obst und Gemüse darin liegen, umso wertloser wird es.
Pestizide
Bei BIO-zertifizierten Unternehmen sollte darauf geachtet werden, dass sie alle Produkte einer Analyse auf Pestizide unterziehen.
Auch wenn der Laie die Bedeutung auf Anhieb nicht deuten kann: Laboranalysen findet in Deutschland nach ISO 9001 statt, also einem festgeschriebenen Verfahren.
Der kritische Verbraucher sollte auf diesen speziellen Hinweis achten. Lebensmittel aus dem Ausland werden in Deutschland gründlich untersucht. Das gilt auch für das Fruchtfleisch der Acai-Beere.
Nährstoff-Tabelle
Die Acai-Frucht beinhaltet nach anerkannten Labor-Analysen durchschnittlich folgende Mengen an Nährstoffen pro 100 Gramm:
Acai Nährstoffe
| Rechnerischer Brennwert: | 47,5 Prozent |
| Kohlenhydrate: | 0,2 Gramm |
| Protein/ Eiweiß: | 1,1 Gramm |
| Fett: | 4,7 Gramm |
| Gesättigte Fettsäuren: | 1,2 Gramm |
| Einfach ungesättigte Fettsäuren: | 1,2 Gramm |
| Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: | 0,6 Gramm |
| Cholesterin: | 0,0 Gramm |
| Ballaststoffe: | 5,9 Gramm |
| Kalzium: | 48,0 Milligramm |
| Eisen: | 1,0 Milligramm |
| Natrium: | 8,0 Milligramm |
| Kalium: | 159 Milligramm |
| Magnesium: | 21 Milligramm |
| Vitamin C: | 17 Milligramm |
| Vitamin D1: | 0,7 Milligramm |
100 Gramm der Acai-Beere decken den Tagebedarf an folgenden Nährstoffen:
Acai Tagesbedarf Nährstoffe
| Ballaststoffe: | 20 Prozent |
| Kalium: | 8 Prozent |
| Vitamin C: | 28 Prozent |
| Vitamin B1: | 50 Prozent |
Atome auf der Jagd

Atome - Komplizierte Strukturen
Der Mensch besteht aus Atomen. Er hat davon zwei Arten. Die einen mischen sich nicht in chemische Reaktionen ein. Sie haben eine vollständige äußere Hülle von Elektronen. Das macht diese Atome schwerfällig.
Freie Radikale
Atome ohne diese vollständige Elektronen-Hülle sind instabil. Sie brauchen fehlende Elektronen. Man nennt sie “Freie Radikale”. Ihre Bewegung auf der Suche nach dem fehlenden Elektron ist schnell. Und vollständige Moleküle können ein Elektron an die “Freien Radikalen” verlieren. Dann werden sie selbst welche. Sind zu viele Jäger unterwegs, bringt man Krankheiten mit den “Freien Radikalen” in Verbindung.
Antioxidantien
Aber Antioxidantien geben den “Freien Radikalen” dieses gesuchte Elektron. Deshalb sollte der Mensch Lebensmittel essen, die hohe antioxidantische Anteile haben. Früchte und Gemüse haben die höchsten Werte. Man nennt diese Werte ORAC.
Ein Apfel kommt auf den Wert von 218, Bananen von 221. Der frischen Acai-Beere werden 5.500 zugeschrieben, der Blaubeere 2.400. Durch das ultraviolette Licht der Sonne werden in der Frucht antioxidantische Eigenschaften geschaffen. Die bleiben erhalten, wenn ein Mensch diese Frucht isst.
Die Acai Beere
Die Acai-Beere enthält 30 Mal mehr antioxidantische Eigenschaften als die Rotwein-Traube. Deshalb vermutet man, dass Rotwein die Anzahl der Herzerkrankungen senkt.
Antioxidantien sorgen dafür, dass “Freie Radikale” die Zellmembranen und die DNA nicht schädigen. Ohne Antioxidantien steigt die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Krebs selbst können sie nicht heilen.
Acai heilt Krebs nicht

Schutz vor Zellschäden?
Jeder Mensch altert. So hat es die Natur vorgesehen. Die Unsterblichkeit durch das Trinken von Säften ist ein Irrtum. Ein gesunder Körper ist in seiner Zeit belastbarer und weniger empfänglich für Krankheiten, die sich nicht nur im Alter einstellen. Acai stärkt das Immunsystem.
Indessen heißt es in Werbekampagnen, die Acai Beere könne Krebs heilen oder ein teures Lifting sparen.
Es gibt drei gute Argumente. Die Acai-Beere hilft, den Regenwald zu retten. Endlich kommen die Bauern am Amazonas zu etwas Wohlstand. Die roten Früchte, die die Größe einer Kirsche haben, schützen den Körper vor Zellschäden und geben ihm wichtige Nährstoffe. Das spricht für die Acai Frucht.
Ist die Beere wirklich gesund?
Die Antioxidanzien der Acai Beeren schützen die Zellen vor sogenannten Freien Radikalen, also vor Zellschädigungen. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Anthocyanen. Zuvor wurde nirgendwo ein so hoher Anteil von Anthocyanen in anderen Pflanzen gemessen.
Die Omega-Fettsäure schützt das Gefäßsystem und wirkt sich positiv auf die Haut aus. Die Fettsäurestruktur ist so gut wie im Olivenöl. Der Körper braucht Fettsäuren für seine “organischen Bauprozesse”.
Wie das landläufige Obst und Gemüse, beinhaltet Acai zudem reichlich pflanzliche Proteine, Eisen und Kalzium.



