Hoffnung und Mut für Brasilien

Die Frauenzeitschrift “Brigitte” berichtet aus dem Alltag der Kleinbauern am Amazonas. Sie haben verstanden, dass ihre Zukunft an die Acai-Beere geknüpft ist.

Bericht über die Acai Beere

Bericht über die Acai Beere auf www.brigitte.de

Die Bedeutung der Acai-Beere für die Kleinbauern in Brasilien ist gewaltig. Das dokumentiert eine Reportage der Frauenzeitschrift “Brigitte“. Bisher lebte man dort mit der Natur und von ihr. Die Acai-Beere, so “Brigitte”, sei so wichtig gewesen wie die tägliche Milch für die Kinder. Doch blieb die Nutzung auf das tägliche Leben beschränkt, eines der Armut, der Mühen, der Hoffnung.

Nun aber könnten die Kleinbauern endlich lernen, wie wirklich gute Geschäfte gemacht werden. Die Sonne solle jetzt die Lebensverhältnisse erfassen, nicht nur die trocknen Straßen und die dampfenden, fruchtbaren Regenwälder.

Es scheint so zu sein, dass die Zukunft der Kleinbauern von einer Beere abhängt. Die Zukunft wachse an einer Palme, klein und rot.

“Brigitte” gilt als führende Frauenzeitschrift in Deutschland. Ihre erste Ausgabe erschien im Jahr 1954.

Autorin des Acai-Beitrages ist Lucia Coimbra, eine Lifestyle- und Modejournalistin aus Rio de Janeiro. Ihre Arbeit zeichnet sich durch besondere Nähe aus. “Brigitte” war gut beraten, keinen deutschen Korrespondenten zu entsenden, der Menschen und Umstände erst erfassen muss, gar konstruieren. Entstanden ist eine Reportage, die in das Leben anderer eintauchen lässt, deren Hoffnung die Welt da draußen ist.

Der Artikel “Die schwarzen Perlen vom Amazonas” ist auf den Internet-Seiten der Frauenzeitschrift erhältlich. Direkt zur “Brigitte”: http://www.brigtte.de/beauty/pflege/schwarze-perlen-1054650/

Samba

Der Rhythmus, bei dem man mit muss.

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Samba gehört im Acai-Land Brasilien zur Lebenseinstellung

Der Samba besteht aus vielen Tanzformen. Sie wurden von den afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und aus Angola nach Brasilien gebracht. Das war im 19. Jahrhundert. Der Samba, “samba de roda”, war im Ursprung eine Art Kreistanz.

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, 1910, konnte sich der verwandte Paartanz nicht durchsetzen. Der Maxixe trug den Namen “Samba” und tauchte in den 20er-Jahren in Turnierprogrammen auf, war also kein Tanz, der im Alltag für die Masse Freude schaffte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es anders. Tanzkapellen nahmen die Melodie auf. Das wurde populär mit Evergreens wie “Am Zuckerhut”. Danach nahmen die Tanzschulen den Tanz in ihre Programme auf.

Der Samba gehört heute zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen, die wir in Euro kennen. Er hat wenig mit der ursprünglichen brasilianischen Form gemein. Dabei entsteht eine fließende Bewegung über das Parkett.

Der Samba hat ein Tempo von 50 bis 52 Takten pro Minute.

Sportnation Brasilien

Die Sportbegeisterung der Brasilianer ist sprichwörtlich. Sie sind in über 8.000 über das Land verteilten Sportvereinen organisiert. Das Interesse am Fußball rangiert ganz oben in der Beliebtheitsskala. Dafür wurden fünf Fußballstadien geschaffen, die über 100.000 Zuschauer fassen können.

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Volleyball in Brasilien

Fast so beliebt ist der Autorennsport. Ausgangspunkt war der Erfolg des Formel 1-Fahrers Emerson Fittipaldi in den sechziger Jahren. Zweimal konnte Fittipaldi den Weltmeistertitel holen. Seit die brasilianische Frauen-Nationalmannschaft 1991 Weltmeister wurde und 1992 bei den Olympischen Spielen Gold holte, gilt Volleyball dort in Südamerika als Breitensport.

Gustavo Kuerten, “Guga”, gilt als der große Star des brasiliansichen Tennissports. Kuerten stammt aus Santa Catarina gewann unter anderem dreimal die legendären French Open in Roland-Garros.

Erfolgreich sind brasilianische Sporter auch hier: beim Rudern, Segln, Judo und Schwimmen.

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Vor allem für Surfer interessant

Interessant: Langsam entwickeln sich Aktivsportarten für die Bevölkerung wie Surfen, Kiten und Drachenfliegen. Die lange Küste und das günstige Klima bieten hervorragende Bedingungen. Davon ist zum Beispiel die Brasilianische Botschaft in Berlin überzeugt, die diese Informationen zur Verfügung gestellt hat.

Ernte der Acai-Beere

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Die Ernte ist körperlich sehr anstrengend.

Geerntet wird von den Einheimischen vor allem in der brasilianischen Region Pará. Sie verfügen über besondere Fertigkeiten in ihrer natürlichen Umgebung. Die Brasilianer klettern auf bis zu 25 Meter hohe Palmen, schneiden die im Durchmesser bis zu 1,5 Zentimeter breiten Beeren ab und legen sie in Körbe, die mit Schulterriemen und Gürteln an den Leuten befestigt sind.

Die Ernte muss schnell erfolgen. Die Arbeiter verfügen unter solchen Bedingungen über artistische Fähigkeiten und hohe Kraft-Reserven. Je frischer die Acai-Beeren vor der Verarbeitung sind, umso mehr kann in dem tropischen Klima der Nährstoffgehalt erhalten bleiben. Das Fruchtfleisch in den Kühlhäusern wirkt später schlammig.

Der Geschmack gilt als gewöhnungsbedürftig, als muffig. Daher kombiniert man nicht allein aus optischen Gründen mit anderen Früchten. Ausgeliefert wird vor allem das schockgefrorene Fruchtfleisch. Es herrscht die Auffassung vor, der Nährwert des Acai-Pulvers sei gering, weil die Vitamine den Verarbeitungsprozess durch den Entzug des Wassers nicht überleben können. Die Fabriken befinden sich in den nächst gelegenen größeren Städten.

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Gesundheit pur - allerdings noch nicht für den Transport nach Europa geeignet.

Die so genannten Kohlpalmen wachsen auch im Dickicht des Regenwaldes. Oft sind sie schwer erreichbar. Daher ist es nötig, kleine, besonders wendige Boote zu nutzen, wenn die Erntepflücker nicht den Landweg durch den Tropischen Regenwald nehmen können. Bis zu viermal im Jahr kann die Acai-Beere von den Palmen geschnitten werden. Für die Bevölkerung bietet die Frucht während des ganzen Jahres einen natürlichen Reichtum, der ihr Überleben sichern kann.

Ein Problem ist die sogenannte Erntelogistik, also der Transport zur Verarbeitung und zum Export. Die Erntelogistik erweist sich als kostspielig. Der Zusammenschluss zu Arbeitsgemeinschaften der Bauern macht sie zu starken Partnern der Konzerne, zumal das weltweite Marketing auf die Ursprünglichkeit des Produktes und die Art der Ernte setzen muss.

Beeinflusst wird es von dem “Natur pur”-Image des tropischen Regenwaldes, das eigentlich Reinheit und Gesundheit versprechen muss.

Amazonas-Region

Der Amazonas ist der mächtigste Fluss der Erde. Durch ihn fließt mehr Süßwasser als durch die acht nächstgelegenen Flüsse. Der gesamte Einzugsbereich des Amazonas erstreckt sich über acht südamerikanische Staaten. Es umfasst sieben Millionen Quadratkilometer. Über die Hälfte davon entfällt auf das Territorium von Brasilien, auf einer Fläche von 3,6 Millionen Quadratmeter.

Darin könnte die Bundesrepublik Deutschland zehnmal Platz finden.

Für den brasilianischen Staat ist die Region eine voller natürlicher Ressourcen, die vom Menschen nicht systematisch genutzt würden. Die Amazonasregion gilt auch als sogenannte Landreserve für die Menschen aus den überbevölkerten Regionen des Landes.

Mit rasender Geschwindigkeit hat sich der Mensch dem Raubbau verschrieben. Die tropischen Regenwälder verschwinden weltweit. Mit Motorsäge und Planierraupe wird gerodet. Am Ende gibt es Platz für Felder und Viehweiden.

Die Landwirtschafts-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass zwischen den Jahren 1900 und 1980 auf der Erde die Hälfte aller Tropischen Regenwälder verschwunden sind. Diese 20 Millionen Quadratkilometer entsprechen zweimal der Fläche der USA.

Im Tropischen Regenwald Brasiliens sind vergleichsweise geringe Verluste zu verzeichnen. Deshalb genießt der Schutz der Natur dort für die Menschheit hohe Priorität. Der Druck nimmt zu: die kommerziellen Interessen an Holz, Weideflächen und der Besiedlung sind wiederum groß.

Acai-Anbaugebiete: Wie kommt man hin?

In Belém, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pará, legen Boote der Gesellschaft “Companhia das Docas do Pará – CDP” ab. Pier ist der “Schuppen 15″  mit der örtlichen Straßen-Bezeichnung “Marechal Hermes”.

3 Stunden dauert die Reise. Es gibt indessen Charterflüge und Reiseagenturen in Belém, die Acai-Reisen organisieren.  Bei der Wahl des Reisemittels sollte zuvor die Umweltverträglichkeit bedacht werden.

Weitere Informationen über Reisemöglichkeiten jeder Art entnehmen Sie bitte seriösen Webweiten wie www.reisen-check.de.

Acai und Ökologie

Die Acai-Beeren werden in Brasilien für den Verzehr vorbereitet. Verarbeitet wird dort das Fruchtfleisch der Früchte: getrocknet, in Wasser gefroren oder gefriergetrocknet. Dann geht die Acai-Beere mit dem Flugschiff, Schiff, Zug und LKW auf die Reise.

In Brasilien oder im Ankunftsland erfolgt zumeist ein weiterer Produktionsschritt. Bestandteile der Acai-Beere gelangen in eine Vielzahl von Getränken, als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Produkten.

Es werden inzwischen Shampoos angeboten mit verschiedenen anderen Inhaltsstoffen.

Segen für die Bauern

21 Millionen Dollar setzen die Bauern aus dem südlichen Amazonas-Gebiet mit der Ernte der Acai-Beeren um. Der Boden ist außerordentlich fruchtbar. Die Früchte sind zu einer der wichtigsten Einkommensquellen in der südlichen Amazonasregion von Brasilien geworden.

Umweltbilanz

Die Bauern im Süden des brasilianischen Bundesstaates Pará verarbeiten das Fruchtmark und transportieren es zu den Märkten in der Umgebung. Nur ein Teil findet den Weg ins Ausland. In den USA ist der Saft der Beere besonders populär. Deshalb haben sich Export-Zahlen deutlich erhöht.

Eine Schweizer Organisation attestiert neuerdings, dass die Acai Früchte aus der nachhaltigen Amazons-Bewirtschaftung stammen. Die Kleinbauern können wegen dieser Urkunde nun ein paar Cent mehr verdienen. Sie habe sich zu einer Kooperative zusammengeschlossen, die einen kleinen wirtschaftlichen Erfolg feiert. Von Zwischenhändlern lassen sie sich inzwischen nicht mehr die Preise diktieren.

Sichtbar ist der Erfolg an den Flussufern. Statt Zuckerrohr breitet sich die Acai Palme aus. Umweltschützer kritisieren inzwischen, dass nicht die rechte Balance gefunden wird. Die einseitige Ausbeutung natürlicher Ressourcen kann das natürliche ökologische Gleichgewicht grundsätzlich durcheinander bringen. Das sieht man bei der Rodung des Regenwaldes, damit Kühe weiden können. Für ihren eigenen Bestand benötigen Tiere aller Art einen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen nach Ernährung und Schutz gerecht wird.

Acai nutzt dem Regenwald

Früchte-Produzenten im brasilianischen Amazonas-Staat Pará zeigen, dass es anders geht. Denn Brasiliens Regierung will den Regenwald teilweise erschließen. Staudammprojekte sind geplant, der Ausbau des Soja- und Zuckerrohr-Anbaus und des Biotreibstoff-Markts.

Im Süden ist die Vegetation noch dicht. In den Holzhütten wohnen Ribereinho-Familien. 130 von ihnen haben sich zum Beispiel auf der Insel Compompeiman zu einer Kleinbauernkooperative zusammengeschlossen. Dort wird der Wald nachhaltig bewirtschaftet, vor allem durch die Acai Beere.

Für die Produktion von Zuckerrohrschnaps hat der Anbau von Zuckerrohr der Natur zugesetzt. Acai pflanzt sich selbst aus und gehört zur ursprünglichen Vegetation. Acais Wurzeln schützen den Boden vor Erosion. Die Palme hilft, den Wasserstand des Amazonas zu regulieren. Die Bauern wie Raimundo sagen: “Wenn man Gewinn machen möchte, muss man schauen, welche Früchte helfen, die Natur zu erhalten.” Das Umdenken hat am Amazonas an der Basis begonnen.

Aus der Acai Frucht werden hier in Brasilien Saft und Öle gewonnen. Die kleinen, roten Früchte wachsen in Büscheln hoch oben an der schlanken Palme. In Brasilien ist die Acai Palme weit verbreitet. Der dunkelrote Saft der Früchte wird dort deshalb seit langem als Fitness- und Erfrischungsgetränk oder als nahrhafte Paste verkauft.

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