Acai nutzt dem Regenwald
Früchte-Produzenten im brasilianischen Amazonas-Staat Pará zeigen, dass es anders geht. Denn Brasiliens Regierung will den Regenwald teilweise erschließen. Staudammprojekte sind geplant, der Ausbau des Soja- und Zuckerrohr-Anbaus und des Biotreibstoff-Markts.
Im Süden ist die Vegetation noch dicht. In den Holzhütten wohnen Ribereinho-Familien. 130 von ihnen haben sich zum Beispiel auf der Insel Compompeiman zu einer Kleinbauernkooperative zusammengeschlossen. Dort wird der Wald nachhaltig bewirtschaftet, vor allem durch die Acai Beere.
Für die Produktion von Zuckerrohrschnaps hat der Anbau von Zuckerrohr der Natur zugesetzt. Acai pflanzt sich selbst aus und gehört zur ursprünglichen Vegetation. Acais Wurzeln schützen den Boden vor Erosion. Die Palme hilft, den Wasserstand des Amazonas zu regulieren. Die Bauern wie Raimundo sagen: “Wenn man Gewinn machen möchte, muss man schauen, welche Früchte helfen, die Natur zu erhalten.” Das Umdenken hat am Amazonas an der Basis begonnen.
Aus der Acai Frucht werden hier in Brasilien Saft und Öle gewonnen. Die kleinen, roten Früchte wachsen in Büscheln hoch oben an der schlanken Palme. In Brasilien ist die Acai Palme weit verbreitet. Der dunkelrote Saft der Früchte wird dort deshalb seit langem als Fitness- und Erfrischungsgetränk oder als nahrhafte Paste verkauft.




